Das Dampfschiff Schaarhörn

Staatsdampfer SCHAARHÖRN

Am Anfang stand ein Täuschungsmanöver: 1907 beantragte das Amt für Strom- und Hafenbau bei der Hamburger Bürgerschaft Mittel für den Bau eines "Peildampfers" (nach heutigem Sprachgebrauch ein Vermessungsschiff). Heraus kam ein luxuriös ausgestatteter, schneller Zweischrauben-Dampfer mit modernster technischer Ausstattung - eigentlich nämlich wollte man ein standesgemäßes Schiff, um Kaiser Wilhelm II. durch den Hamburger Hafen zu fahren (wozu es offenbar nie gekommen ist).

Jahrzehntelang diente der schmucke Dampfer dann in der Elbmündung der Seevermessung, bis er in den 70er Jahren nach Schottland verkauft wurde, wo er allmählich verkam.

1990 wurde er aus Mitteln des Commerz-Collegiums zu Altona, einer Traditionseinrichtung Altonaer Kaufleute, gekauft und per Dockschiff nach Hamburg überführt. Fünf Jahre wurde die SCHAARHÖRN im Rahmen von Arbeitsbeschaffungs-Maßnahmen auf der Werft des Vereins "Jugend in Arbeit Hamburg e.V." vom Kiel bis zum Flaggenknopf restauriert. 1993 wurde die SCHAARHÖRN als erstes Schiff in die Hamburger Denkmalliste aufgenommen.

Seit 1995 dampft sie wieder und unternimmt Gästefahrten auf Niederelbe und Ostsee. Das Schiff bietet in der Fahrsaison (Mai - Oktober) Traditionsfahrten für jedermann an und kann auch für Gesellschaften gechartert werden. Im Winterhalbjahr finden keine Fahren statt. Die SCHAARHÖRN liegt im Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen/HafenCity Hamburg und kann für Veranstaltungen gemietet werden, sowie mittwochs (10 - 14 Uhr) und an den meisten Wochenenden (11 - 15 Uhr) besichtigt werden.

Name SCHAARHÖRN
Schiffstyp Kohlebefeuerter Zweischrauben-Dampfer aus Stahl
Erbaut 1908 in Hamburg von Janssen & Schmilinsky
Abmessungen 42,00 x 6, 80 x 3,10m, 225 BRZ
Maschinenleistung 2 x 412 PSi